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Alzheimer-Risikodiagnostik (ARDX®)

Die ARDX® ist ein standardisiertes, niedrigschwelliges Testverfahren, das den Einsatz herkömmlicher Demenz-Screening-Tests um eine Evidenz-basierte Biomarkermethodik (Hippokampusvolumetrie) erweitert.

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Auf Basis von strukturellen Kernspin- oder Magnetresonanz-Tomografie (MRT) - Daten des Kopfes wird das individuelle Hippokampusvolumen mit Hilfe eines Computer-gestützten Verfahrens in einem Zentrallabor der jung diagnostics bestimmt. Die MRT-Untersuchung dauert nur wenige Minuten und erfolgt ohne Kontrastmittelgabe.

Die Hippokampusvolumetrie wurde in vielen wissenschaftlichen Studien validiert, und das Computer-gestützte Verfahren ist nach dem Deutschen Medizinproduktegesetz (MPG) zertifiziert.

Diese Informationen können Sie auch als Broschüre herunterladen. Einen Muster-Aufklärungsbogen und weitere Informationen (Studienergebnisse, Veröffentlichungen etc.) erhalten Sie auf Anfrage.

Patienten finden unter www.alzheimer-risikodiagnostik.de weiterführende Informationen und Adressen von Zentren, die mit jung diagnostics zusammenarbeiten, und diese Untersuchung bereits anbieten.

Indikation

Menschen mit Gedächtnisstörungen, die allgemeine Risikofaktoren einer Alzheimer-Erkrankung aufweisen.

Als allgemeine Risikofaktoren gelten:

  • Höheres Alter
  • Familiäre Vorbelastung
  • Diabetes
  • Erhöhter Blutdruck
  • Depression

Ergebnis der Diagnostik

Bei einem unauffälligen Befund (normales Hippokampusvolumen) kann eine beginnende Alzheimer-Demenz momentan (Suppa et al. 2015a) und für die nächsten drei Jahre (Suppa et al. 2015b) mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Bei einem auffälligen Befund (reduziertes Hippokampusvolumen) sollte eine ergänzende diagnostische Abklärung in Erwägung gezogen werden.

Bemerkungen und mögliche Nebenwirkungen

  • Ein reduziertes Hippokampusvolumen reicht nicht für eine Prognose einer Alzheimer-Demenz aus. Grund dafür ist, dass eine nicht-altersentsprechende Volumenreduktion im Hippokampus auch andere krankheitsbedingte Ursachen haben kann.
  • Im Kontext einer ärztlich-klinischen Abklärung kann das Testergebnis zum Nachweis einer „neurodegenerativen Gehirnschädigung“ gemäß den wissenschaftlichen NIA-AA Kriterien (Albert et al. 2011) und den klinischen Kriterien der European Federation of the Neurological Societies (EFNS)-Leitlinien (Hort et al. 2010) zur Unterstützung der Alzheimer-Diagnostik eingesetzt werden (Evidenzgrad B). Neuere Studien aus den letzten 5 Jahren untermauern die Leitlinienempfehlungen.
  • Eine gründliche ärztliche Beratung im Einzelfall ist obligatorisch. Es sollte vor der Untersuchung über die Möglichkeit eines positiven Testergebnisses und die möglichen Folgen aufgeklärt werden.
  • Eine aktuell veröffentlichte Studie (Bartzsch et al. 2015) zeigt, dass durch die ARDX® Sorgen und Ängste vor einer Alzheimer-Erkrankung eingedämmt werden. 90% der Teilnehmer eröffnete die Untersuchung eine bewusste Perspektive. Die Akzeptanz der Untersuchung war sehr hoch (94%).
  • Eine Risikoabschätzung bzgl. anderer Formen der Demenz ist aktuell nicht möglich.

Die jung diagnostics GmbH hat gemeinsam mit anerkannten Alzheimer-Experten ein systematisches Studienprogramm durchgeführt, dessen Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachjournalen veröffentlicht wurden und die klinische Wertigkeit der ARDX® unterstreichen. Die Publikationen können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden:

Bartzsch O, Gertheiss J, Calabrese P (2015) Wert und Akzeptanz einer Alzheimer-Risikodiagnostik. Nervenarzt. DOI 10.1007/s00115-015-4402-x (online-Ausgabe).

Suppa P, Anker U, Spies L, Bopp I, Rüegger-Frey B, Klaghofer R, Gocke C, Hampel H, Beck S und Buchert R (2015a) Fully automated atlas-based hippocampal volumetry for detection of Alzheimer’s disease in a memory clinic setting. J Alzheimers Dis 44:183–193.

Suppa P, Hampel H, Spies L, Fiebach J, Dubois B und Buchert R (2015b) Fully automated atlas-based hippocampal volumetry for clinical routine: validation in subjects with mild cognitive impairment from the ADNI cohort. J Alzheimers Dis 46:199–209.

Weitere Literatur:

Albert MS et al. (2011) The diagnosis of mild cognitive impairment due to Alzheimer’s disease: Recommendations from the National Institute on Aging and Alzheimer’s Association workgroup, Alzheimer’s & Dementia 7:270-9

Hort J et al. (2010) EFNS guidelines for the diagnosis and management of Alzheimer’s disease. European Journal of Neurology 17:1236-1248.

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